Riester Rente für Menschen mit Behinderung

Zu dem unmittelbar begünstigten Personenkreis der Riester Rente zählen all diejenigen, die ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen aufzuweisen haben. Aber auch Eheleute, die selbst nicht förderberechtigt sind können über ihren Ehepartner eine Riester Rente abschließen. Zu beiden genannten Personenkreisen zählen selbstverständlich auch Menschen mit einer Behinderung. Daher haben auch sie die Möglichkeit privat vorzusorgen. Bei einem erhöhten Hilfebedarf des Sparers nach Beginn zu Beginn der Rente ist von einer privaten Altersvorsorge abzuraten.

Riester Rente lohnt bei geringem Einkommen

Der Beitrag für diese staatlich geförderte Altersvorsorge orientiert sich zu 4 Prozent am Einkommen des Beschäftigten aus dem Vorjahr. Von dieser Regelung profitieren daher vor allem Geringverdiener. Das heißt, dass bei einem Werksattlohn von 300 Euro der Arbeitnehmer einen monatlichen Beitrag von 12 Euro zahlen sollte, um die volle Riesterförderung erhalten zu können. Er würde somit die Jahreszulage von 154 Euro sowie die Mindestrendite von 1,75 Prozent auf den Sparanteil im Jahr erhalten. Bei Kindern ist der Staat schon etwas spendabler. Je Kind ist eine jährliche Zulage von bis zu 300 Euro möglich.

Wann lohnt sie nicht

Sie lohnt vor allem denn nicht, wenn der in der Werkstatt arbeitende und behinderte Mensch im Alter eine erhöhte Pflegeleistung in Anspruch nehmen muss. Darunter zählen unter anderem die Kosten für eine Unterbringung in einem Heim. In diesem Fall wird die zusätzliche Altersrente nicht selbst genutzt werden können.

Auch Wohn Riester möglich

Wer zum förderberechtigten Personenkreis zählt, hat im Prinzip auch die Möglichkeit mit dem Wohn Riester an eine eigene Immobilie zu gelangen. Nicht gefördert wird allerdings eine Modernisierung einer bereits bestehenden Immobilie. So denn der Anleger sein Wohnraum altersgerecht umbauen möchte, so unterliegt dies nicht der Förderung durch den Wohn Riester. Finanzieren lässt sich einzig eine eigenständig genutzte Immobilie. Da ein für behinderte Menschen gerechter Umbau nicht als Förderung zählt, ist hiervon allerdings abzusehen.

Klassische Riester Rente ist zu teuer

Wer eine private Altersvorsorge für das Alter abschließen möchte, der sollte sich eher nicht für die klassische Variante entscheiden. Die Kosten betragen für Verwaltung und Abschluss bis zu 20 Prozent. In diesem Fall profitiert lediglich die Versicherungsbranche und der Sparer hat letztendlich nicht viel von seiner Altersvorsorge. Ein Fondssparplan ist im Vergleich die günstigere Alternative für Sparer. Sie weist lediglich Kosten von bis zu fünf Prozent auf. Es sollte bereits im Vorfeld genau abgewogen werden, welches Produkt gewählt wird. Zumindest gibt es die Beitragserhaltungsgarantie. Diese garantiert den Wiedererhalt der gezahlten Beiträge sowie der staatlichen Förderung.

 

7 Gedanken zu „Riester Rente für Menschen mit Behinderung“

  1. Der Artikel zeigt sehr schön wie wichtig ein Altersvorsorge Test ist. Mir war bisher nicht bewusst das der Unterschied bei den Kosten so hoch ist. Trotzdem ist es wichtig zu wissen das es auch bei der Riester-Rente noch Anbieter gibt gute Angebote im Sortiment haben. Hier lohnt sich wirklich ein Vergleich der Anbieter. Zu diesem Ergebniss ist auch die Stiftung Warentest!

  2. Ich habe für meinen behinderten Sohn einen Riester Vertrag ab dem 01.08.2006 und regelmäßig eingezahlt. Seit Anfang an klappt das mit der Zulage nicht. Die Versicherung schiebt das an die Zulagen Stelle ab und die reagiert nicht. Wie ich die volle Zulage einfordern kann möchte ich gerne wissen.

  3. Eine private zusätzliche Vorsorge fürs Alter ist und bleibt eine ganz wichtige Sache. Leider nehmen viele das Thema erst ernst, wenn es aufs Alter zugeht. Hier sollte man alledings so früh wie möglich beginnen und mittlerweile werden da einige viele Alternativen angeboten. Ein Vergleichen zwischen den Angeboten lohnt sich definitiv.

    1. Hallo Thomas, danke für deinen Beitrag, und du hast Recht das viele dieses Thema nicht ernt nehmen. Ein vergleich lohnt sich immer. Beste Grüße Inken

  4. Hallo,

    das ist ein sehr interessanter Blog geworden. Es ist doch sehr verwunderlich, dass die Kosten der klassischen Riester Rente zu hoch sind und der Staat nichts unternommen hat. Er hat die Aufsichtspflicht über die staatlich untersützten Versicherungen. Nun gibt es die Alternative der Wohnriester und die der Fonds….Keiner der Anbieter kann bis heute sagen, ob diese Policen ausreichen werden, um die Altersarbmut zu verhindern. Es gibt inzwischen so viele Geringverdiener, die keine Versicherung abschließen können. Was ist eigentlich mit denen….?

    1. Hallo Olicia, ja das frage ich mich auch immer was mit den vielen Geringverdienern ist, ich selber gehöre auch dazu und kann mir nebenbei nichts leisten an Versicherungen, und ich glaube auch kaum das sich da in nächster Zeit was ändern wird.
      Beste Grüße Inken

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