Mobilität ist ein Menschenrecht

Kein Einkommen und trotzdem ein Auto

Mobilität ist ein Menschenrecht. Menschen mit Behinderung, die ins Arbeitleben integriert werden, haben gute Chancen, ein Fahrzeug samt Anpassungen finanziert zu bekommen (siehe Kfz-Hilfe). Aber wie steht es um diejenigen, die keinen Job haben?

Was ist aber mit schwerbehinderten Menschen, die nicht im Arbeitsleben stehen und keine Aussicht auf Integration haben? Ihnen zu helfen, sieht die Kraftfahrzeughilfeverordnung nicht vor – gefördert wird nur, wenn mit Hilfe des Fahrzeuges der „Arbeits- oder Ausbildungsort oder der Ort einer sonstigen Maßnahme der beruflichen Bildung zu erreichen“ ist.

Warum wird uns dieses Recht verwehrt?

Ich selber bin gerade dabei für mein Auto ein Verladesystem zu erhalten, damit ich mobiler sein kann und noch mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aber da tuen sich Welten auf und es wird einem nicht gerade leichtgemacht. Einerseits sagen Sie alle Mobilität ist ein Menschrecht aber das trifft dann nur auf die arbeitende schwerbehinderte Bevölkerung zu. Und wir die wir aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten dürfen, bekommen diese Recht nicht? Ich selbst habe da viel nachgelesen in dem „Forum MyHandicap“ und werde jetzt alle Hebel in Bewegung setzten damit auch ich mobiler sein kann.

Nicht-berufstätige Menschen haben kaum Möglichkeiten

Betroffen die nicht in einer Ausbildung oder in einem Berufsleben stehen haben wenig bis gar keine Möglichkeiten da was zu erreichen.

Eine Förderung für diese Personengruppe läuft in der Regel über das Sozialamt, jedoch ist dieser Weg oft nicht von Erfolg gekrönt, da eine stichhaltige Begründung unabdingbar ist.

Und selbst mit stichhaltiger Begründung liege es oft am Sachbearbeiter, der im Rahmen seines Ermessungsspielraumes Anträge oft so auslege, dass diese abzulehnen seien. Typische Ablehnungsgründe seien, dass die Förderung nicht der beruflichen Eingliederung diene oder das Kind das Fahrzeug nicht selbst bedienen könne.

Letztendlich seien die Betroffenen daher oft „auf den Guten Willen der Stiftungen angewiesen“, durch deren Zuwendungen die Mobilität „heute fast ausschließlich“ ermöglicht werde.

Zu diesem Zweck wurde die Stiftung zur Förderung der Integration durch Mobilität gegründet.

Was soll also ein nicht-berufstätiger Mensch mit Behinderung tun, wenn er ein umgerüstetes Fahrzeug dringend benötigt? „Da gibt es nur eine Antwort: Mobil mit Behinderung“.

Ein weiterer Verein, der sich um die Mobilität behinderter Menschen kümmert, ist derBund der Autobesitzer (BbAB e.V.).

Dennoch, wo ein Wille und ein echter Bedarf ist, ist manchmal auch ein Weg. Es gar nicht erst zu versuchen, heißt schon im Vorfeld aufzugeben.

 

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