Hilfe vom Staat für Menschen mit Behinderung

Oft fehlt im öffentlichen Raum die Barrierefreiheit. Auch an anderen Stellen lässt die Unterstützung für Menschen mit Behinderung zu wünschen übrig. Was der Staat dagegen machen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie kann die Staatsregierung Menschen mit Behinderung unterstützen?

Unsere Gesellschaft ist kunterbunt und entwickelt sich stetig. Standards werden angepasst und es stellen sich neue Denkweisen ein, die für ein Zusammenleben wichtig sind. Leider gibt es aber immer noch Aspekte, die in der Gesellschaft kaum oder sogar gar keine Berücksichtigung finden. Das betrifft vor allem Menschen mit Behinderung, die im tagtäglichen Leben immer wieder vor große Herausforderungen gestellt werden. Was aus dem Blickwinkel eines gesunden Menschen eher lapidar erscheint, ist für sie eine unüberwindbare Hürde und großes Hindernis. Vielfach fehlt in unserer „höher, schneller, weiter Gesellschaft“ die Akzeptanz, dass es auch Menschen gibt, die damit nur mithalten können, wenn die Voraussetzungen stimmen. Doch bedeutet Gesellschaft nicht gemeinsam verschieden sein? Inklusion ist im Hinblick darauf ein sehr wichtiges Schlagwort. Denn es bedeutet, dass Menschen ohne und mit Behinderung die gleichen Chancen haben, überall dabei sein können, in der Freizeit, am Arbeitsplatz und beim Wohnen. Gibt es zum Beispiel weniger Treppen, können Menschen mit Behinderung viel besser am normalen Leben teilnehmen. Natürlich hat sich in diese Richtung einiges geändert. Doch reicht das wirklich aus? Nein, es reicht nicht aus und es muss in vielen Bereichen noch einiges passieren, um die Welt für jeden einzelnen bunter, vielseitiger und liebenswerter zu gestalten!

Wie sieht die Situation für Menschen mit Behinderung in Deutschland aus?

Im Nationalen Aktionsplan sind grundsätzliche Ziele und konkrete Maßnahmen festgeschrieben, um die Situation von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Eine Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie zeigt, dass dieser Aktionsplan von einer Mehrheit der Bevölkerung begrüßt wird. Doch sehen viele auch, dass für die Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderung nicht nur die Staatsregierung, Bundesregierung und Politik mehr in die Pflicht genommen werden müssen, sondern auch Gewerkschaften, Arbeitgeber, Medien und Wohlfahrtsverbände.

Vielfach fehlt im öffentlichen Raum, bei Verkehrsmitteln, in Kultureinrichtungen, Restaurants und Geschäften die Barrierefreiheit. Ebenso sind die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz, das gemeinsame Unterrichten von Kindern mit und ohne Behinderung und die stärkere Berücksichtigung der Belange von behinderten Menschen bei der Gesetzgebung wichtige Punkte, bei denen es noch viel Handlungsbedarf gibt. Das gilt auch für Wohlfahrtsverbände und Medien, die ebenfalls für das Thema Inklusion sensibler werden müssen. Der Entwurf von Konzepten und eine unkomplizierte Umsetzung mit praktischen Hilfestellungen sind dabei immens wichtig.      

Die Staatsregierung und Menschen mit Behinderung

Es gibt unterschiedliche Konzepte, die einen deutlichen Schritt weiter gehen als Integration. Denn sie streben die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen an und haben als Grundlage, dass „alle“ Menschen gut leben und in der Gesellschaft mitmachen können. Das nennt sich Teilhabe. In vielen Bereichen weicht die Theorie aber von der Praxis ab. Alleine bei städtebaulichen Maßnahmen und öffentlichen Bauvorhaben fehlt mitunter der Weitblick, direkt von Anfang an die Belange von Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen. Barrierefreies Bauen von öffentlichen Gebäuden bedeutet für Bauherren nur geringe Planungsmehrkosten. Gerade bei der öffentlichen Hand müssen bei einem behindertengerechten Umbau von Überwegen und Veränderungen im Allgemeinen, die das Leben von Menschen mit Behinderungen deutlich erleichtern, erst mehrere Machbarkeitsstudien und Expertisen angefertigt werden, um den Prozess irgendwann in Angriff zu nehmen.

Die Staatsregierung genauso wie Städte und Gemeinden könnten sich den Bau von Mehrgenerationenhäusern, behindertengerechtem, bezahlbarem Wohnraum und der Stadtentwicklung zur Aufgabe machen, anstatt dagegen zusteuern. Es gibt Institutionen, die für die Verwirklichung solcher Bauvorhaben Geld an die Hand nehmen, Inklusion vorantreiben möchten und leider ausgebremst werden. Hier sollte endlich ein praktisches Umdenken stattfinden und in jeder Hinsicht unterstützt werden.

Unternehmen und ihre Zurückhaltung bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung

Viele Arbeitgeber werden durch die besonderen Rechte abgeschreckt, die Menschen mit Behinderung haben. Neben mehr Urlaubstagen und einem besonderen Kündigungsschutz muss der Arbeitsplatz den Bedürfnissen des neuen Mitarbeiters angepasst werden. Besonders gravierend sind für Arbeitgeber der gesonderte Kündigungsschutz und die zusätzlichen Kosten, die durch die Umgestaltung des Arbeitsplatzes entstehen. Es gibt zwar eine Bezuschussung des Integrationsamtes, die allerdings an die Auflage geknüpft ist. Weil der Fokus auf dem Handicap und dem damit verbundenen Mehraufwand liegt, wird ein solcher Bewerber als neuer Mitarbeiter abgelehnt, obwohl „jeder“ Mensch selbst seinen Lebensunterhalt erwirtschaften möchte. An dieser Stelle sollte mehr direkte Aufklärung und Unterstützung für Unternehmen bereitgestellt werden, die den Mehrwert der Inklusion in den Vordergrund stellt.

Politik, Gesellschaft und Inklusion

In den Köpfen der Menschen halten sich Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung hartnäckig, obwohl ein Großteil der Meinung ist, dass alle Menschen gleichberechtigt zusammenleben sollten. Von der Politik wird zwar einiges gemacht, um das Zusammenleben zu ermöglichen. Doch leider ist die Lobby gegenüber Inklusion im Gegensatz zu wirtschaftlichen Interessen noch viel zu klein aufgestellt. In den Köpfen sind zwei Vorurteile besonders fest verankert.

1. Inklusion ist Luxus, der sich dann geleistet werden kann, wenn es keine anderen gesellschaftlichen Probleme mehr gibt.

2. Inklusion kostet Geld und alle werden dafür zur Kasse gebeten.

Inklusion ist kein Luxus und kein Zugeständnis von Gesellschaft und Politik, sondern ein Menschenrecht! Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der Behindertenkonventionen der Vereinten Nationen, kurz UN-BRK, dazu verpflichtet, die Teilhaben am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderung zu verwirklichen und für dieses Menschenrecht einzustehen. Daher ist es nicht möglich, den größeren Aufwand für eine Inklusion damit abzutun, dass es eben nicht geht.

Natürlich ist Inklusion teuer, wenn Rampen, Behindertentoiletten in öffentlichen Gebäuden, inklusive Schulen, barrierefreie Busse und Bahnhöfe in Angriff genommen werden sollen. Der Aufwand für eine kleine Mehrheit ist viel zu groß. Unterm Strich ist aber Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung dringend notwendig, für 30 Prozent wichtig und für alle bedeutet sie mehr Komfort!

Kerstin Schmidt
Content Managerin und erfahrene Ghostwriterin bei Hausarbeit-Agentur

2 Gedanken zu „Hilfe vom Staat für Menschen mit Behinderung“

  1. Toller Blog!

    Ich finde es wird viel zu wenig getan, von Seiten der Gesellschaft. Viele müssen sich auf sich selbst verlassen, so weit es geht. Was ich auf jeden Fall empfehlen kann, und was für viele mit Sicherheit eine Hilfe sein wird, sind so genannte Mutlitools. Das sind Taschenmesser die viele Funktionen erfüllen, wenn man mal unterwegs ist.
    Es handelt sich dabei um Klappmesser die oft nicht nur eine scharfe Klinge mit sich bringen, sondern eine Vielzahl von Tools, Kompaktwerkzeuge, die so klein sind das sie in jede Hosentasche passen. Eines der bekanntesten Taschenmesser ist das Schweizer Taschenmesser, welches ein Klappmesser ist, das zusätzlich mit unterschiedlichen Werkzeugen ausgerüstet ist. Dazu gehören eine Schere, ein Schraubenzieher, ein Korkenzieher, und ein Dosenöffner. Bei anderen Modellen findet man Sägen, Lupen, Nagelfeilen, oder auch spezielle Werkzeuge wie ein Scheibenzertrümmerer, um im Notfall leben retten zu können.

    Zu meiner Person:
    Ich beschäftige mich schon seit einigen Zeiten mit Taschenmessern, und habe dazu eine eigene Seite erstellt, um Euch die Wahl mit unserem Taschenmesser Vergleich zu erleichtern.Gerne stelle ich euch diese zur Verfügung.

    VG und bleibt Gesund
    Achim

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